Transmedia storytelling and creative activism in 419-cybercrime storyworld (Arbeitstitel)

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Die Dissertation bezieht sich auf das Internetphänomen der unerwünschten Werbeemails (auch SPAM genannt), die von Internetbetrügern verschickt werden und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen versuchen, potentielle Opfer zur finanziellen Vorleistung zu motivieren (Vorschussbetrug). In den letzten Jahren hat sich die Gegenbewegung der ‚Scambaiter‘ formiert. Diese Cyberaktivisten antworten auf die Betrugsemails und geben den Kriminellen das Gefühl, ein potentielles Opfer gefunden zu haben. Die Scambaiter manipulieren ihre Gegenspieler meist mit deren eigenen Methoden; Durch die weitgehende Anonymität des Internets kommt es zu einem ständigen Wechselspiel von Vertrauen in die Online Darstellung und die glaubhafte Selbstdarstellung der beteiligten Akteure. In diesem Spannungsfeld werden eigene Geschichtswelten und Realitäten konstruiert, die den Protagonisten einen Handlungsrahmen geben, wo bewusst mit Anonymität, Authentizität und Identifikation gespielt wird.

Im Rahmen der künstlerischen Forschungsarbeit setze ich mich mit unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten von „Authentizität und Identifikation“ in netzbasierter Kommunikation auseinander. Anonyme und Pseudonyme Selbstdarstellung im Web 2.0 schaffen die Basis für das entstehen von Personen und Realitäten, die im Graubereich zwischen Fiktion und Wahrheit erzählt werden.

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