Smartonomy. Mobility without Fingerprints?

Wir laden noch einmal herzlich ein und freuen uns bekannt geben zu können, dass neu zum Programm am 8. Juni der Workshop „Media-Activism. Self-organized Resistance for Refugees & Friends“ gekommen ist. Unter dem Slogan „Never undermind the power of your VOICE“ wird Bino Byansi Byakuleka von ‚Wearebornfree! Empowerment Radio‘ (WeRadio!) Gedanken und Strategien austauschen.

Und für die Feminst_innen unter uns gibt es den Workshop „Feminist Crypting: Email-Verschlüsselung mit Mahriah“.

(Anmeldungen zu den Workshops gern, aber nicht verpflichtend bei: katrin.koeppert@ufg.at)

Den Auftakt der Veranstaltung „Smartonomy“ am 7. Juni macht um 18.30 Uhr macht der performative Startschuss des Staffelstäbchens DE_colonize uni_VERSITY – ein experimentelles Format, das ab diesem Semester durch verschiedene Abteilungen der Kunstuni wandern und radikal-sensibel an die Institutsmauern anklopfen wird.

In heller Aufregung,
für Smartonomy katrin köppert, us(h)i reiter, francesca schmidt, gitti vasicek, supported by servus.at, FIFTITU%, Feminismus & Krawall
für DE_colonize uni_VERSITY amina lehner, katrin köppert, gudrun rath, sarah sander, chris tedjasumana, gitti vasicek

http://www.ufg.ac.at/Newsdetail.2046+M56a15b206ae.0.html
https://www.facebook.com/events/1904400649841355/?active_tab=about

Smartonomy. Mobility without Fingerprints?
Praktiken digitaler Selbstorganisation zwischen Überwachung und Autonomie

Im Rahmen der Initiative DE_colonize uni_VERSITY
Kunstuniversität Linz, Wohnzimmer Zeitbasierte Medien, Domgasse 1, 4.OG, DO0458

Mit: Sayed Azim Arasch, Bino Byansi Byakuleka, Barbara Huber, Fieke Jansen, Brigitta Kuster, Mohammad Navid Nikkhah Behbahani,
Us(c)hi Reiter, Zeinab Vafaie, Mahriah Zimmermann

Digitale Medien sind für viele alltägliche Tools. Emails schreiben, tweeten, facebooken, googlen, bloggen oder schlicht rezipieren, sind selbstverständliche Alltagspraktiken. Manchen helfen sie bei der Organisation von Aktivismus und Protest. Und für einige sind sie schlichtweg überlebensnotwendig. Für Menschen auf der Flucht zum Beispiel, die den Fluchtweg mit Hilfe von digitalen Karten planen, Geldtransfers mittels verschlüsselter Messages veranlassen, per Skype Kontakt zur Familie aufnehmen. Für sie ist das Smartphone kein Statussymbol, sondern die Miniaturtechnologie des Migrationsalltags.

Gleichzeitig sind Smartphones und Tablets Medien der Vergemeinschaftung, was die Sicherstellung des Zugangs zum Internet und Datensouveränität notwendig macht.

Die Diskussion rund um das Recht auf digitale Unsichtbarkeit und digitale Unversehrtheit bekommt vor dem Hintergrund prekärer Positionierungen einen ganz anderen Stellenwert. Die Europäische digitale Datenbank Eurodac erfasst und verwaltet Fingerabdrücke von Asylbewerber*innen und „Illegalisierten“. Brigitta Kuster wird in ihrem Vortrag am 7. Juni auf das Problem von smart borders und das Recht der Bewegungsfreiheit eingehen.

Der praktische Teil der Veranstaltung am 8. Juni versucht den Bedürfnissen unterschiedlicher Realitäten nachzugehen. Während Menschen auf der Flucht mit direkter staatlicher Verfolgung zu rechnen haben, geht es bei queer-feministischen Aktivist*innen um die Einschränkung von Denk- und Gesprächsräumen. Wie können wir im Versuch, sich dagegen zu wehren, in einen Dialog treten und uns über Möglichkeitsräume in der digitalen Selbstorganisation austauschen? Welche Taktiken im Umgang mit digitalen Medien gilt es zu erlernen und zu erproben?

Eine Veranstaltung der Abteilungen Medientheorien (Katrin Köppert) und Zeitbasierte Medien (Gitti Vasicek), Kunstuniversität Linz

In Kooperation mit: servus.at, FIFTITU%, Feminismus & Krawall

Im Rahmen der Initiative DE_colonize uni_VERSITY

Im Rahmen der akg-Lehrveranstaltung: Revenge Porn, Doxing, Hate Speech. Netzpolitische ‚Ereignisse’ und feministische Interventionen, Francesca Schmidt

smartonomynew_flyerc

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